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Sanktionen werden immer komplexer.

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2018 war ein Jahr, in dem finanzielle Sanktionen weltweit umfassend eingesetzt wurden – so sehr, dass ihre Wirksamkeit nachgelassen haben könnte. Was die Ausrichtung auf den Iran anbelangt, so betonte der ehemalige Beamte des Weißen Hauses, Richard Nephew, die Notwendigkeit von Sanktionen, die „eine überzeugende Geschichte“ haben müssen, und verwies insbesondere auf die Notwendigkeit klarer Ziele und Vorgaben zur Sicherstellung der Einhaltung.
Aufgrund der Geschehnisse gehen wir davon aus, dass sich die Angelegenheiten für 2019 noch verschärfen werden. Vor dem Hintergrund der iranischen Sanktionen könnten Europa, Russland und China weiterhin versuchen, einen alternativen Finanzierungskanal zu schaffen. Falls dies der Fall sein sollte, bedeutet es eine neue Ebene der rechtlichen Komplexität für alle Beteiligten an Geschäften mit den betroffenen Ländern.
Als weitere Herausforderung muss diese Komplexität neben den jüngsten Sanktionen der USA und Europas gegen Russland bewältigt werden. Das Auftauen der US-Beziehungen zu Nordkorea zeichnet sich auch für 2019 ab – es ist jedoch unwahrscheinlich, dass die bestehenden Sanktionen beeinträchtigt werden, bis die diplomatischen Gespräche wieder aufgenommen sind. Saudi-Arabien könnte außerdem auf den Sanktions-Radar gelangen: Diplomatische Ausschreitungen, darunter die Ermordung von Jamal Khashoggi und die Machenschaften von Kronprinz Mohammed bin Salman, könnten die westlichen Mächte leicht dazu veranlassen, 2019 mit Sanktionen zu reagieren – mit erheblichen Folgen für einige Branchen.

Tipp: Stellen Sie sicher, dass Sie Ihren Kundenstamm Änderungen von Sanktionen überprüfen – und zwar in Echtzeit. Hinterfragen Sie bei Ihrem Datenanbieter, wie schnell Änderungen aus wichtigen Listen wie OFAC in die Datenbank eingespielt werden und wie schnell Sie auf Änderungen des Risikos Ihres Kunden aufmerksam gemacht werden.

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