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Weshalb ist die Kategorisierung von Adverse Media für die Verringerung von False-Positives so wichtig?

adverse media categorization

In einem Zeitalter, in dem sich das Risikoprofil von Kunden innerhalb weniger Stunden ändern kann, müssen Institutionen in der Lage sein, schnell auf aktuelle Nachrichten zu reagieren, um die Compliance zu gewährleisten und Straftaten zu verhindern. Zur Feststellung des Risikograds eines Kunden müssen Überprüfungsprozesse jedoch auch Kategorien oder verschiedene Arten von Adverse Media berücksichtigen – und daher wissen, auf welche Art von Berichten zu achten ist.

Kategorien/Arten von Adverse Media

i) Finanzkriminalität

Finanzkriminalität umfasst eine breite Palette von Aktivitäten, unter anderem Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung. Auch Betrug, Bestechung oder Insiderhandel können dazuzählen. Finanzkriminalität ist ein breites und komplexes Thema, das sowohl in traditionellen als auch in aufstrebenden Medien abgedeckt werden kann.

ii) Gewalt

Gewalt, an der Kunden direkt beteiligt sind oder die in ihrem Namen ausgeübt wird, kann zu erheblichen negative Meldungen (Adverse Media) führen, insbesondere wenn sie Teil eines kriminellen Unterfangens ist. Gewaltverbrechen können mit politischen und arbeitsrechtlichen Streitigkeiten oder allgemeineren Mustern von Menschenrechtsverletzungen verbunden sein.

iii) Terrorismus

Bei der Terrorismusfinanzierung können jegliche damit verbundenen Aktivitäten Adverse Media nach sich ziehen, und zwar in allen möglichen Arten von Medien. Terrorbedingte Adverse Media können von der Verbreitung terroristischer Literatur über die Unterstützung von Radikalisierung bis hin zur direkten Verübung terroristischer Taten reichen.

iv) Betrug

Betrug kann auf vielfältige Weise begangen werden und umfasst betrügerische Briefe, Telefonanrufe, E-Mails und Websites. Betrug kann sowohl eine zivil- als auch eine strafrechtliche Straftat darstellen. Obwohl er in den meisten Fällen auf unangemessenen finanziellen Gewinn abzielt, kann es dabei auch um Eigentum oder Einwanderung gehen.

v) Betäubungsmittel

Straftaten im Zusammenhang mit Betäubungsmitteln umfassen nicht nur den Konsum oder Verkauf von Drogen, sondern auch die Herstellung und den illegalen Handel. Betäubungsmittelvergehen und dementsprechende Meldungen stehen häufig im Zusammenhang mit Finanzkriminalität, darunter auch Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung.

vi) Cyberkriminalität

Any criminal activity involving a computer or networked device like a phone or tablet may be considered cybercrime and reported as such. Cybercrime is an umbrella-term describing activities used to facilitate other offenses like money laundering, fraud, and terrorism.

vii) Ordnungsverstöße

Ordnungswidriges Verhalten oder die Nichteinhaltung von Vorschriften können bereits für sich genommen eine Straftat darstellen – oder ein Hinweis darauf sein, dass Kunden an anderen Arten von kriminellen Aktivitäten beteiligt sind. Adverse Media zu Ordnungswidrigkeiten kreuzen sich häufig mit Meldungen über Finanzkriminalität.

viii) Eigentum

Adverse Media zum Thema Eigentum können Aktivitäten wie Einbruch, Diebstahl und Brandstiftung beinhalten und sowohl auf zivil- als auch strafrechtliches Fehlverhalten hinweisen. Eigentumsdelikte können in ihrem Umfang sehr unterschiedlich ausfallen und in einer Vielzahl von Nachrichtenmedienformaten gemeldet werden.

ix) Menschenhandel

Menschenhandel bezieht sich auf den Transport von Menschen zum Zwecke der Zwangsarbeit oder der sexuellen Ausbeutung. Menschenhandel ist eine schwere Straftat und wird häufig im Zusammenhang mit anderen Straftaten verübt, u. a. mit Terrorismus und verschiedenen Finanzverbrechen.

x) Sexualverbrechen

Sexualverbrechen umfassen eine breite Palette von Aktivitäten – von Gewalt, Missbrauch und Vergewaltigung bis hin zur Übermittlung oder zum Besitz illegaler Bilder. Sexualverbrechen finden häufig im Umfeld anderer Straftaten statt, einschließlich Geldwäsche und Cyberkriminalität.

Why Weshalb ist Kategorisierung wichtig?

Die Kategorisierung von Adverse Media ist ein wertvolles Instrument zur Überprüfung von Kunden, vor allem, seit die Empfehlungen der FATF besagen, dass Finanzinstitute „den Ruf ihrer Kunden kennen müssen“, d. h. dass sie wissen müssen, ob zu dem Kunde schon einmal im Bereich Geldwäsche ermittelt wurde. Die Einhaltung der Vorgaben erfordert auch die Überprüfung auf Adverse Media, und das bedeutet traditionell eine zeitaufwändige manuelle Überprüfung großer, unsortierter Mengen von Nachrichten, Blog-Artikeln und Beiträgen in sozialen Netzwerken.

Wichtig ist, dass das zur Überprüfung auf Adverse Media verwendete Tool in der Lage ist, Berichte anhand bestimmter Kategorien zu identifizieren. Dadurch entsteht weniger Rauschen, und die Warnmeldungen konzentrieren sich auf das Wesentliche, weil False-Positives vermieden werden. Abhängig vom Risikoansatz des jeweiligen Unternehmens kann es außerdem ratsam sein, Warnungen in verschiedene Kategorien einzuordnen, damit leichter erkennbar ist, was wirklich relevant ist.

Durch die Kategorisierung von Adverse Media kann der Arbeitsaufwand priorisiert und das Risiko einzelner Kunden besser eingeschätzt werden. Die Kategorisierung negativer Nachrichten kann auch die automatische Überprüfung vereinfachen, indem die Suche genauer auf Kundenprofile und das regulatorische Umfeld zugeschnitten wird. Dank Automatisierung werden Unternehmen in der Lage versetzt, Adverse Media zu identifizieren und zu bewerten, False-Positives zu verringern und das von den Aufsichtsbehörden geforderte Maß an Compliance zu erbringen.

Adverse Media Überprüfung & Überwachung

Alle Datenprofile sind nach FATF kategorisiert, um so das Kunden-Onboarding zu erleichtern und False-Positives zu reduzieren.

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