Leitfaden zur Geldwäschebekämpfung für Krypto-Firmen

Was sind Sanktionslisten?

Sanktionen Wissen & Informationen

Um die Einhaltung und Durchsetzung von Finanzsanktionen zu gewährleisten, sind die Finanzinstitute verpflichtet, bei ihren Geschäften Sanktionslisten zu konsultieren.

Was sind Sanktionslisten?

Finanzsanktionen sind ein wichtiges Mittel im globalen Kampf gegen Finanzkriminalität und werden von Regierungen weltweit eingesetzt, um den Handel mit ausländischen Parteien einzuschränken oder zu verbieten, die in illegale Aktivitäten verwickelt sind oder im Verdacht stehen, daran beteiligt zu sein. Finanzsanktionen können sich gegen ganze Länder wie auch gegen Einzelpersonen und Organisationen richten. Sie können auch gegen Parteien verhängt werden, die zwar nicht direkt in Straftaten verwickelt sind, aber im Namen anderer handeln, die diese begehen. Um Unternehmen dabei zu helfen, festzustellen, gegen wen Finanzsanktionen verhängt wurden und gegen wen nicht, geben Regierungen und Finanzbehörden Sanktionslisten heraus. Da Sanktionen in der Regel mit schwerwiegenden zivil- und strafrechtlichen Strafen verbunden sind, sollten Finanzinstitute ihren Compliance-Kontext sorgfältig prüfen und Sanktionslisten in ihre Systeme und Kontrollmechanismen einbinden, die sie zur Aufdeckung und Meldung von Finanzkriminalität eingerichtet haben.

In Anbetracht der schweren rechtlichen Folgen von Sanktionsverstößen benötigen Finanzinstitute Kenntnis von Sanktionslisten und ihrer genauen Verwendung.

Wer steht auf einer Sanktionsliste?

Sanktionen können als Folge einer rechtswidrigen Handlung oder zur Erreichung eines außenpolitischen bzw. diplomatischen Ziels verhängt werden. Sie werden in der Regel im Zuge von Gesetzgebung oder durch eine internationale Behörde verhängt, z. B. durch eine Resolution des UN-Sicherheitsrats.

Viele Sanktionslisten enthalten Akteure, die an der kriminellen Finanzierung terroristischer Aktivitäten beteiligt sind. In den USA beispielsweise verbietet der Patriot Act US-Unternehmen die „materielle Unterstützung“ von Gruppen, die des Terrorismus verdächtigt werden, während der Ausschuss des UN-Sicherheitsrats Rechtsvorschriften wie die Al-Qaida- und Taliban-Verordnung (2006) implementiert, die eine ähnliche Funktion erfüllen. Generell zielen Sanktionslisten auf die Bekämpfung von Folgendem ab:

  • Terrorismus und Terrorismusfinanzierung
  • Rauschgifthandel
  • Menschenrechtsverletzungen
  • Weitergabe von Waffen
  • Verstoß gegen internationale Verträge, z. B. Waffenembargos
  • Tätigkeiten im Bereich der Geldwäsche

Wie funktionieren Sanktionslisten?

Regierungen und Finanzbehörden auf der ganzen Welt führen eine Vielzahl von gezielten Sanktionslisten. Beispiele für Sanktionslisten sind die SDN-Liste (Specially Designated Nationals and Blocked Persons) der Vereinigten Staaten sowie die konsolidierten Listen des Vereinigten Königreichs, der Europäischen Union und der Vereinten Nationen. Sanktionslisten werden in der Regel online zur Verfügung gestellt, sodass Unternehmen sie vor der Aufnahme einer Geschäftsbeziehung mit einer ausländischen Person oder Einrichtung prüfen können.

Sanktionslisten sollten bei der Strategie eines Finanzinstituts zur Bekämpfung der Geldwäsche eine wichtige Rolle spielen und haben einen erheblichen Einfluss darauf, wie und mit wem das Institut Geschäfte macht.

Einsatz von Sanktionslisten

Sanktionslisten sind zwar vom Konzept her logisch nachvollziehbare Instrumente, in der Praxis erfordern sie jedoch die Verarbeitung riesiger Datenmengen, die nicht nur die Namen der gelisteten Personen, sondern auch Kontextdaten wie bekannte Aliasnamen und den geografischen Standort umfassen.

In Anbetracht der Tatsache, dass viele Unternehmen regelmäßig mit einem hohen Kunden- und Transaktionsaufkommen zu tun haben, stellt die Durchsicht von Sanktionslisten im Rahmen eines risikobasierten Ansatzes und auf Einzelfallbasis eine erhebliche administrative Herausforderung dar – oder ist sogar nicht vollständig umsetzbar. Aus diesem Grund steht Unternehmen eine Reihe nützlicher Screening-Tools zur Verfügung, die den Suchprozess wesentlich effizienter gestalten. Bei der Auswahl einer Screening-Plattform sollten jedoch die Compliance-Anforderungen im Vordergrund stehen: AML-Beauftragte sollten sicherstellen, dass ihre Plattform regelmäßig auf Aktualität und Genauigkeit geprüft wird.

Meldepflichten

Um die gesetzlichen Vorschriften einzuhalten, müssen Finanzinstitute wissen, was zu tun ist, wenn ein Name auf einer Sanktionsliste auftaucht. Der erste Schritt sollte darin bestehen, die Wahrscheinlichkeit einer Übereinstimmung zu ermitteln: Viele Personen verwenden ähnliche Namen, sodass es häufig zu False Positives kommt. Kontextdetails wie z. B. geografische Standorte können verwendet werden, um die Relevanz des Treffers festzustellen. Auch hier können die Kontextdetails von Screening-Anbietern die Effizienz des Lösungsprozesses erhöhen.

Ist man sich sicher, dass eine Übereinstimmung vorliegt, sollten die Institute die zuständige Finanzbehörde kontaktieren und auf weitere Anweisungen warten.

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Ursprünglich veröffentlicht Mai 12, 2018, aktualisiert amJuni 13, 2022

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